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Der zweite Versuch

Ich weiss nicht wo ich anfangen soll, aber da ich in der nächsten Zeit
mit Sicherheit nicht so oft schreiben kann, hier nochmal ein kleiner
Bericht. Es ist zwar möglich per email updates in meinen blog zu setzen,
aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Zeit finden werde.
Bis heute Morgen war nicht klar, ob wir wirklich zurückgehen können. Es
ist unglaublich welche Steine einem in den Weg gelegt werden. Ich wollte
aufgeben, ich wollte nach Hause und das Projekt MSF als gescheitert
ansehen, aber da war jemand mit dem ich reden konnte. Ich konnte
redden, ich konnte weinen und ich konnte für einen Moment schwach sein,
um zu mir zurückzufinden – Danke dafür, ich weiss, dass es nicht einfach
ist am Telefon zu redden, aber du warst klasse – danke, dass du bist,
wie du bist!!!
Ich bin wieder in Golo, wer hätte das gedacht, ich für meinen Teil nicht
wirklich, aber es ist auch mal schön sich zu irren – Irren ist
menschlich! Wer weiss schon für wie lange wir diesmal hierbleiben
können. Da sind ja allerlei Dinge, die passieren können und wir haben
eine Menge Auflagen bekommen. Das Schlimmste, was aus meiner Sicht
passieren kann, ist, dass wir das Projekt schliessen müssen, da die
Regierung uns die Erlaubnis entzieht im Sudan weiterhin medizinisch
tätig zu sein – und ich will ja nicht sagen, dass der medizinische Part,
der wichtigste bei MSF ist, aber wie soll Medicines sans frontiers
funktionieren, so ganz ohne Medicines? Ich hoffe wirklich, dass es nicht
so weit kommt, ich will nicht diejenige sein, der das Projekt schliesst,
das würde mir so weh tun und ich glaube ich würde nur weinen anstatt
gute Arbeit zu leisten. Ausserdem wisst ihr, wie sehr ich es hasse
schwach zu sein. Aber noch ist es ja nicht so weit und vielleicht
wendet sich alles zum Guten – Die Hoffnung stirbt zuletzt !
Aber wir sind hier und wir haben reichlich zu tun, die Flussbetten sind
ausgetrocknet, die Felder geben kaum noch was her und das bedeutet die
Schwächsten leiden zuerst. Ich war gleich nach unserer Ankunft im
Krankenhaus und wurde herzlichst empfangen, da merkt man erst wie froh
man ist, das man trotz aller Probleme wieder da ist. Unser ITFC
(inpatient therapeutic feeding centre) ist gut besucht und es wird noch
schlimmer, denn bis der Regen einsetzt, vergeht noch etwas Zeit. Es tut
einem echt im Herzen weh, wenn man die Kleinsten der Kleinen in einem
echt schlechtem Zustand sieht – falls ich für einen Moment vergessen
haben sollte, warum ich wieder zurück sollte oder wollte oder musste,
der Anblick hat es mir unweigerlich ins Gedächtnis zurückgerufen.
Nicht alles war schlecht gestern in Nyala: ich hatte ein tolles Erlebnis
und es war echt schwer mich von dem Anblick loszureissen:
Auf dem Weg vom Büro zurück zum Haus sah ich drei kleine Kinder,
vielleicht zwischen 2 und 5 Jahren, die so herzhaft lachten und ihr
Spiel genossen, so vertieft in ihre eigene kleine glückliche Welt, die
aus fast nichts besteht und doch gefüllt ist mit Freude und Lachen, so
stark begrenzt in den Möglichkeiten und doch für sie mehr als das ganze
Universum. Dieses Lachen, die Offenheit, die Freude – all das war so
berauschend schön.
Als sie mich nach einer halben Stunde des stillen Bestaunen meinerseits
entdeckten und zu mir rüberkamen, waren keine Worte nötig, sie lachten
und gaben mir die Hand und berührten mein Gesicht, das von Tränen ganz
nass war und wischten sie mir weg. Wann war ich das letzte Mal so
bedingungslos glücklich, ohne einen einzigen Gedanken an die Zukunft, an
das Danach, an den Sinn oder an die Bedingungen, die an das Glück
geknüpft sind – wann warst du das letzte mal so glücklich? Ist es
möglich, solch ein Glück auch als Erwachsener zu erleben oder ist es das
Glück der Kindheit, was nur möglich ist, wenn man noch unbeschwert ist?
Und wenn es so ist, dann werde ich es mir zum Ziel machen, eben solch
ein Glück einem – meinem - Kind zu schenken. Nicht heute und nicht
morgen, aber eines Tages, dann möchte ich mein eigenes Kind so glücklich
sehen, aus ganz egoistischen Gründen, denn für diesen Moment in den
Strassen von Nyala habe ich den Sinn des Lebens entdeckt. Ich hoffe,
dass mir dies eines Tages vergönnt sein wird. Ich hoffe, dass es dir
eines Tages vergönnt sein wird, einen solchen Moment zu erleben, es muss
ja nicht auf eben diese Art sein, aber wenn du es erlebst, dann wirst du
es wissen, es fühlen und glaub mir es wird dich berühren, egal wie hart
du sonst auch bist. Ich wünsche jedem wenigstens einmal diesen Moment
geniessen zu können.
Und noch mehr unglaubliche Dinge, ich habe die letzte Nacht gefroren,
könnt ihr euch das vorstellen, es waren doch wirklich nur 22°C, das war
mir zu kalt, ich musste mir eine richtige Decke suchen, damit ich
weiterschlafen konnte. Das ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass es
etwa 40°C Unterschied zu unseren Nächten sind und ich die Person bin,
die friert.
Bis dann
Hey dudes,
I don’t know where I should start, but in the next time it will be not
easy for me to fill my blog, that’s the reason, why I’m writing now a
small update. It’s possible to send an update via email to my blog, but
I’m not sure that I will find the time to do it.
Till this morning it was not sure that we can go back and I was so down,
you cannot imagine. I wanted to give everything up to go home and resign
forever with MSF. But there was somebody I could talk, I could cry, I
could be weak for a time and find back to myself – thank you so much, I
know that is not easy to talk on a phone but you were great – thank you
for being you!!!!
I’m back in Golo, who can believe this, for my point of view till the
last moment I was not sure, but sometimes is nice to be wrong – To err
is human! Who knows how long we can stay this time. There are a lot of
things, which can happen and we got a lot of constraints. In my point of
view the worst what can happen: we have to close the project depends on
the new agreement with the government. If they don’t allow medical staff
anymore, how can a medical project run – I don’t want to say, that the
medical part is the most important one in MSF projects, but how
“Medicines sans frontiers” can function without “Medicines”? I really
hope, that it will not happen, I don’t want to be the one, who is
closing the project. That would hurt me so much, I would cry instead to
do a good job. Furthermore you know that I hate to be weak. And till
it’s not like this, so we can hope – The hope is dieing at least!
And we will have a lot to do; the riverbeds are dry and the fields give
not anymore enough. And what that means I think you can expect: the
weakest once suffer at first. I was immediately after our arrival in the
hospital and they gave me a nice warm and hearty welcome back, in this
moment I realized what I missed and why is was the correct decision to
come back in spite of all the problems. Our ITFC (inpatient therapeutic
feeding centre) is quite busy and it will be busier in the next time,
because the raining season is still far away. It really hurts if you can
see the smallest of the small once in this condition – and when I forgot
for a moment why I’m here, why I’m back, this sight let you remember
quickly.
Yesterday in Nyala I catch a fantastic experience, it was so nice that
it was hard for me to break away from the sight: On the way back from
the office to the guesthouse I saw 3 small children, may be between 2
and 5 years old, they were laughing so lusty and enjoyed to play in
their own complete happy world, which is built from nearly nothing but
full of luck and laughter. A world so limited, but for them it seems to
be bigger than the whole universe. This laughter, this openness and
this happiness – all of these were so amazing, so wonderful. When they
recognized me after a half hour of still gazing from my site, they came
over to me. No words were necessary, they gave me the hand, they touched
my wet face; wet from the tears, which they wiped off. When I was the
last time so unquestionably happy, without any thought on the future, on
the time after, on the sense or the condition, which are tied on the
happiness – when was your last time? Is it possible to enjoy such
happiness as an adult? Or is this the luck of the childhood; only
possible if you are jaunty as a young child? And if it is like this, I’m
going to target to give this luck this happiness to a child – to my
child – as a gift not only for the child even for myself. Not today and
not tomorrow, but one day I want to see my own child so happy for really
egoistic reasons, then this moment in a street of Nyala show me the
sense of the life. I hope that I can catch it one day – I hope that you
can catch this moment one day. It don’t need to be a moment like mine,
your own one, you will feel it, if it is coming to you, you will know,
you will feel and believe me it will catch you never mind how hard you
are. I wish everybody to be able to enjoy this moment at least once.
More strange things are happen, I was freezing the last night. You
cannot imagine, it was only 22°C, which was too cold for me; I had to
find another blanket to cover myself. That is crazy, if you consider
that you have ca 40°C difference. I shouldn’t be the one who is freezing.
See you

10.1.09 16:18
 


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